ElgOhls gibt es künftig auch bei den Männern

Geschrieben von Michaela Quarti (www.bo.de)

Die Handballvereine HC Hedos Elgersweier (Südbadenliga) und SV Ohlsbach (Landesliga) bilden zur kommenden Saison auch mit ihren ersten Männer-Mannschaften eine Spielgemeinschaft. Die Trainerfrage ist bereits geklärt.

Seit 15 Jahren gibt es die SG Ohlsbach/Elgersweier im weiblichen Handball-Bereich, seit einem Jahr auch als zweite Mannschaft bei den Männern, künftig machen der HC Hedos Elgersweier (Südbadenliga) und der SV Ohlsbach (Landesliga) im gesamten Bereich gemeinsame Sache: Im Männerbereich gibt es kommende Saison komplett die SG Ohlsbach/Elgersweier. Trainer der ersten Mannschaft wird Mathias Eisele, Co-Trainer Benjamin Sepp. Trainiert und gespielt werden soll zu gleichen Teilen in Ohlsbach und Elgersweier.

Schritt notwendig

„Wenn wir die Kräfte nicht bündeln, können wir auf Dauer nicht bestehen“, ist SVO-Vorstand Raphael Kusch überzeugt. Das betrifft die Hallenkapazität, aber auch die personellen Ressourcen. „Es ist immer schwieriger, Leute zu installieren, weil viele studieren, beruflich pendeln oder von den Arbeitszeiten her nicht flexibel sind“, so Kusch. „Wenn wir weiterhin leistungsorientiert arbeiten wollen, brauchen wir diesen Schritt“, ist Michael Kempf, der sportliche Leiter des HC Hedos Elgersweier, überzeugt, zumal die erste Hedos-Mannschaft im Vergleich zum SV Ohlsbach eine ältere Altersstruktur besitzt. „Es wäre eine Herausforderung geworden, dies alleine zu stemmen“, gibt Kempf zu und sieht in der Spielgemeinschaft auch „die Rückversicherung zu halten, was beide Vereine bisher erreicht haben“. 

„Der richtige Weg“

Vor drei Jahren hätte man zum ersten Mal über das Thema SG im männlichen Bereich gesprochen. Zur aktuellen Saison gab es dann die SG mit den beiden zweiten Männermannschaften. Sportlich stehe man zwar in der Bezirksklasse auf dem drittletzten Platz nicht ganz so gut da, „aber der persönliche Zusammenhalt hat sich sehr gut entwickelt“, hat Kempf beobachtet, und Kusch ergänzt: „Es hat uns bestärkt, dass es der richtige Weg auch für die erste Mannschaft ist.“

Kampf um den Klassenerhalt

Sportlich stecken alle Männermannschaften beider Vereine mehr oder weniger im Abstiegskampf in ihren Klassen. Der HC Hedos Elgersweier in der Südbadenliga, der SV Ohlsbach in der Landesliga, die SG Ohlsbach/Elgersweier I in der Bezirksklasse und die SG Ohlsbach/Elgersweier II in der Kreisklasse A. „Alle vier Mannschaften haben für den Rest der Saison die Aufgabe, ihre Klasse zu halten“, sagt Michael Kempf. 

Südbadenliga hat Priorität

Wie viele Teams die SG Ohlsbach/Elgersweier letztlich ins Rennen schicken wird, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Priorität hat die Südbadenliga, ob aber beispielsweise auch die Landesliga besetzt werden würde, ist noch offen. „Das müssen wir sowohl mit den Spielern noch klären als auch mit dem Verband“, sagt Kusch, ist aber sicher, „dass wir das bis zur Meldefrist am 30. März in trockenen Tüchern haben.“

Zwei Trainer pro Mannschaft

Geklärt ist dagegen die Trainerfrage: Mathias Eisele, derzeit Coach des SV Ohlsbach, wird die erste Mannschaft der SG trainieren. Co-Trainer wird Benjamin Sepp, der diese Rolle bereits beim HC Hedos Elgersweier innehat. Der derzeitige Hedos-Chefcoach Simon Herrmann wird bekanntlich Trainer beim TuS Schutterwald II. Die Trainerstellen bei der zweiten ElgOhls-Mannschaft sollen intern besetzt werden. „Wir werden grundsätzlich versuchen, jede Mannschaft mit zwei Trainern aus je einem Verein zu besetzen“, so Kusch. 

Aufbruchstimmung

Die Funktionäre betonen, dass es nach wie vor die beiden Vereine SV Ohlsbach und HC Hedos Elgersweier geben wird, „doch die SG kann nur erfolgreich sein, wenn man gemeinsam nach vorne treibt“. Ein Zweifel hat man an diesem Unterfangen nicht. „Wir kennen uns durch die Zusammenarbeit im Frauenbereich bereits seit 15 Jahren. Wir wissen, dass es funktionieren wird“, ist Kusch überzeugt. Der SVO-Vorsitzende hat bereits eine Aufbruchstimmung ausgemacht: „Die Spieler freuen sich auf die neue Herausforderung. Sie sind heiß.“

Umbruch bei Hedos

Was den Kader betrifft, gibt es aber noch Fragezeichen. Laut Kusch wird der SVO „keine Abgänge haben“, während Kempf erklärt: „Bei Hedos steht altersbedingt ein großer Umbruch an.“ Klar ist bisher jedoch nur der Weggang von David Fritsch (Ottenheim). Von dort wiederum stößt Torwart Vincent Wussler, ein Ohlsbacher, zu den ElgOhls.

Seit vier Jahren JSG ZEGO

Zur bisher erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Vereine gehört auch die Nachwuchsabteilung. Seit vier Jahren gibt es bereits die JSG ZEGO mit dem SV Zunsweier, HC Hedos Elgersweier, TV Gengenbach und SV Ohlsbach. Auch kommende Saison sind rund ein Dutzend Jugendmannschaften eingeplant. „Damit können wir zumindest eine leistungsorientierte Mannschaft pro Altersklasse anbieten“, so Kempf. Ein ähnliches Ziel verfolgt man im Aktivenbereich. „Wir wollen, dass künftig jeder Spieler in unserer SG sich in einer Mannschaft wiederfinden kann. Wir wollen keinen verlieren“, sagt Kusch.