HC Hedos siegt mit der Schlusssirene

Geschrieben von David Fritsch (www.handball-server.de)

Mit Stepháne Robin (Muskelfaserriss in der Wade), Mohamadou Sy, Vincent Oßwald, Sebastian Metelec (alle krankheitsbedingt nicht dabei), Fabian Keßler (Rücken), Daniel Stöcklin (Bänder) und David Fritsch (Leiste) fehlten dem Handball-Südbadenligstin HC Hedos Elgersweier am Wochenende gleich sieben Akteure. Nichtsdestotrotz stemmte sich das Team von Trainer Simon Herrmann und Co-Trainer Benjamin Sepp gegen diese große Hypothek und siegte auswärts beim Tabellenschlusslicht TuS Oberhausen letztendlich, wenn auch knapp, mit 19:18 (10:6). Am Ende konnte man sicherlich das Fazit ziehen:  nicht schön, aber erfolgreich und verdammt wichtige zwei Zähler in Richtung Klassenerhalt. Angeführt von einem bärenstarken Christoph Plschek im Tor, einem gut aufgelegten René Junker und einer schlussendlich überzeugenden Kampf- und Willensleistung holte man sich diesen Auswärtssieg.

Der HC Hedos startete vor allem in der Defensive kompakt und stabil, ließ wenig zu und hatte schon zu Beginn das Torhüterduell für sich gewinnen können. Im Angriff war zunächst noch Sand im Getriebe, einige Fehler im Spielaufbau sowie unkonzentrierte und überhastete Abschlüsse sorgten dafür, das man nur mit 5:3 (17.) führte. Der TuS rannte an und scheiterte immer wieder an Plschek im Tor oder schaffte es nicht einmal das Spielgerät auf das Gehäuse zu bringen. Als René Junker zum 7:3 (22.) einnetzen konnte waren die Einheimischen bereits 12 Minuten ohne eigenen Treffer. Bis zum Seitenwechsel blieb der Vorsprung somit ungefährdet und konstant, sodass man beim 10:6-Halbzeitstand für die Gäste in die Kabinen ging. Der HCH musste sich dennoch selbst vorwerfen, nicht schon deutlicher zu führen, angesichts der mickrigen Torausbeute der Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel wirkte es so, als wolle die Herrmann-Sieben schnell Nägel mit Köpfen machen. Binnen weniger Minuten schraubte man das Resultat auf 14:8 (38.) und hatte das Geschehen voll im Griff. Das man in den nächsten 21 Minuten aber nur vier eigene Tore erzielen würde, wusste man zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der TuS kämpfte sich in der Folgezeit Tor um Tor heran, Keeper Fabian Hörsch kam immer besser in die Partie und beim HCH schien die Luft knapp zu werden. Immer wieder scheiterte man freistehend und musste somit folgerichtig den Vorsprung einbüßen. Spätestens beim 14:16 (50.) machte sich der Gastgeber wieder berechtigte Hoffnungen auf etwas Zählbares. Eine dramatische Schlussphase war zunächst geprägt vom viel umjubelten 18:18-Ausgleich gut eine Minute vor Ende der Partie, bevor Oliver Stehle mit dem letzten Wurf der Begegnung die Gäste mit dem 19:18-Siegtreffer erlöste und die Hausherren ins Tal der Tränen schoss.

Nach den nächsten zwei Zählern macht der HC Hedos einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt und freut sich nun nächste Woche im Heimspiel gegen den TV Herbolzheim Revanche für die herbe Hinspielniederlage nehmen zu dürfen.

Spielfilm: 2:1, 3:7, 5:8, 6:10 (Halbzeit), 8:14, 12:15, 14:16, 15:18, 18:18, 18:19 (Ende).

TuS Oberhausen – HC Hedos Elgersweier 18:19 (6:10)

TuS Oberhausen: Christian Hilß, Josua Maurer (3), Dominik Köbele, Dominik Klausmann, Florian Stern, Clement Martinez (1), Markus Metzger, Flavio Zamolo (2), Fabian Hörsch, Arnaud Freppel (6/4), Alexander Heß (4), Wojcieck Bablewski (2), Tim Kölblin, Jens Bauer, Lena Schwörer, Daniel Huser; Trainer: Daniel Huser

HC Hedos Elgersweier: Christoph Plschek, Philipp Hackl (3), Steffen Sieverding, Stefan Räpple (4/2), Kai Oehler (2), René Junker (7/3), Jonas Sälinger, Florian Vetter, Maximilian Waidele, Paolo Scavelli, Oliver Stehle (2), Lukas Kreutler (1), Benjamin Sepp, Simon Hermann, Christian Ruf, Sebastian Metelec; Trainer: Simon Hermann

Schiedsrichter: Manuel Kirchner (SG Schenkenzell/Schiltach), Martin Jehle (SG Schenkenzell/Schiltach)

Gelb: Dominik Köbele (7.), Wojcieck Bablewski (2.) / Steffen Sieverding, René Junker (2.), Florian Vetter (8.)

Strafminuten: 4:10

2 Minuten: Clement Martinez, Clement Martinez / Stefan Räpple, René Junker, Oliver Stehle, Lukas Kreutler, Lukas Kreutler

Vergebene Siebenmeter: Arnaud Freppel / René Junker